In diesem Kurzratgeber zeigen wir Ihnen am Beispiel einer verkauften Ware, wie Sie die Zollinhaltserklärung CN23 von Hand ausfüllen. Das abgebildete Formular ist ein älteres Ausfüllbeispiel. Für den tatsächlichen Versand aus Deutschland in die Schweiz sind die aktuellen Unterlagen von DHL massgebend. Die einzelnen Felder können heute anders angeordnet sein.
Grundlegende Informationen finden Sie in unserem Ratgeber zu CN22 und CN23.
Bezugsquellen des Formulars CN23
Für den Versand von Waren aus Deutschland in die Schweiz benötigen Sie die zum gewählten DHL-Versandprodukt passenden Zollunterlagen. Ob CN22 oder CN23 erforderlich ist, richtet sich nach den Vorgaben des Versanddienstleisters.
Manuell in der Filiale: Wenn Sie die Sendung erst in der Filiale frankieren, verwenden Sie den Versandschein «DHL Paket und Päckchen Welt». Die Hinweise zum handschriftlichen Ausfüllen stehen auf seiner Rückseite. Offizielle DHL-Zollinformationen.
Online erstellen: Die DHL Online-Frankierung führt Sie durch die notwendigen Zollangaben und erstellt anschliessend die passenden Zolldokumente mit der Versandmarke. DHL empfiehlt diese Variante, um unvollständige Angaben zu vermeiden.
Ausfüllhilfe Zollinhaltserklärung CN23 für eine Warensendung

1 Tragen Sie Ihren vollständigen Namen und Ihre Anschrift als Absender ein. Füllen Sie den handschriftlichen Versandschein gut lesbar in Druckschrift, nicht in Schreibschrift, mit schwarzem oder blauem Kugelschreiber aus. Adressetiketten und Adressstempel dürfen für die Angaben auf dem Versandschein nicht verwendet werden.
2 Geben Sie die vollständige Anschrift des Empfängers an, einschliesslich Name, Strasse, Hausnummer, Postleitzahl und Ort.
2a Tragen Sie das Zielland ein, zum Beispiel «Schweiz». DHL akzeptiert die Länderbezeichnung auf Deutsch oder Englisch.
2b Tragen Sie die Zoll- oder Steuernummer des Empfängers ein, wenn diese bekannt ist beziehungsweise für Ihre Sendung benötigt wird.
2c Geben Sie für die Sendungsbenachrichtigung eine Telefonnummer und/oder E-Mail-Adresse des Empfängers an. Verwenden Sie diese Kontaktdaten nur mit dessen Einverständnis.
Bei Unzustellbarkeit: Entscheiden Sie auf dem Versandschein, ob DHL die Sendung kostenpflichtig an Sie zurückschicken oder im Zielland nach Möglichkeit versteigern oder vernichten soll («Preisgabe»). Ist die Preisgabe dort nicht möglich, kann dennoch eine kostenpflichtige Rücksendung erfolgen. Gerade bei Verkaufsware sollten Sie diese Wahl bewusst treffen. DHL-Informationen zur Vorausverfügung.
3 Beschreiben Sie die einzelnen Waren möglichst genau. Schreiben Sie zum Beispiel «Baumwoll-T-Shirt» statt nur «Kleidung». Gleiche Artikel können zusammengefasst werden, unterschiedliche Warenarten gehören in getrennte Positionen.
4 Tragen Sie die Stückzahl je Warenposition ein. Enthält die Sendung beispielsweise drei gleiche T-Shirts, geben Sie für diese Position die Anzahl 3 an.
5 Geben Sie für jede Warenposition das Nettogewicht ohne Verpackung an. Beim Gesamtbruttogewicht zählen Waren, Versandkarton und gesamtes Verpackungsmaterial zusammen.
6 Tragen Sie den tatsächlichen Warenwert in Euro ein. Bei mehreren gleichen Artikeln in einer Position geben Sie deren gemeinsamen Wert an. Der Wert einer Warenposition darf nicht pauschal 0 Euro betragen, ausgenommen Dokumentensendungen. Prüfen Sie anschliessend, ob die Summe aller Positionen mit dem Gesamtwarenwert übereinstimmt.
7 Bei der Kategorie «Warenverkauf» («Sale of goods») ist grundsätzlich die Zolltarifnummer (HS-Code) der jeweiligen Ware anzugeben. Das gilt auch bei einem privaten Warenverkauf, beispielsweise über eine Internetauktion.
8 Bei Warenverkauf verlangt DHL grundsätzlich auch das Ursprungsland der Ware, also das Land ihrer Herstellung. Das ist nicht automatisch das Versandland. Ein «Made in»-Hinweis kann bei der Ermittlung helfen.
9 Tragen Sie die tatsächlichen Versand- beziehungsweise Portokosten in das dafür vorgesehene Feld ein, soweit das verwendete Formular dies verlangt. Diese Kosten werden getrennt vom Warenwert ausgewiesen.
10 Wählen Sie beim Verkauf einer Ware die Kategorie «Warenverkauf» beziehungsweise «Sale of goods», sofern diese im verwendeten Formular angeboten wird. Im abgebildeten älteren Beispiel wurde «Sonstiges» angekreuzt und mit «Verkaufsware» erläutert. Richten Sie sich nach den Auswahlmöglichkeiten des aktuellen Versandscheins.
11 Bei «Warenverkauf» verlangt DHL zusätzlich eine Proforma-Rechnung als Begleitunterlage. Tragen Sie eine Rechnungsnummer in das vorgesehene Feld ein, soweit vorhanden und abgefragt. Die Angaben zu Inhalt und Wert müssen mit den beigelegten Unterlagen übereinstimmen.
12 Im älteren Formularbeispiel ist ein Feld für Ort und Datum vorgesehen. Füllen Sie die entsprechenden Angaben aus, sofern der aktuelle Versandschein sie verlangt. Vermerken Sie nur zutreffende Informationen.
13 Kontrollieren Sie die Erklärung und versehen Sie sie an der vorgesehenen Stelle mit Datum und Unterschrift. Sie bestätigen damit die Richtigkeit Ihrer Angaben. Die erforderlichen Zollunterlagen werden gemäss DHL-Vorgaben aussen auf der Anschriftenseite der Sendung befestigt.
Wichtig vor dem Versand: Bei einem Gesamtwarenwert von mehr als 1.000 Euro ist grundsätzlich zusätzlich eine elektronische Ausfuhranmeldung erforderlich. Auch unabhängig vom Wert können für bestimmte Waren Genehmigungen oder weitere Nachweise nötig sein. Prüfen Sie dies vor der Einlieferung anhand der DHL-Zollinformationen zur Ausfuhranmeldung.
Gefährliche Güter: Prüfen Sie, ob Ihr Artikel als Gefahrgut gilt. Dazu können beispielsweise Spraydosen, Parfüm, Feuerzeuge, Nagellack oder Batterien gehören. Der internationale Gefahrgutversand ist für Privatkunden bei DHL grundsätzlich ausgeschlossen. DHL-Checkliste für den Auslandsversand.
Weitere Ausfüllhilfen zu den Zollinhaltserklärungen CN22 und CN23
Aktualisiert am 17. Oktober 2026.
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