Trotz Corona-Beschränkungen: Eine kleine Weinreise – Teil 2

Wie vor drei Wochen versprochen, setze ich meine kleine Weinreise heute fort. Diesmal habe ich mir zwei Weine von bemerkenswerten Weingütern herausgesucht, die mir besonders mundeten. Welche das sind und wie Sie ebenfalls in den Genuss der genannten Weine kommen, verrate ich jetzt.

Abstecher zum Weingut Porzelt

Das Weingut Porzelt liegt zu Füßen der Burg Landeck am Rand des Haardtgebirges. Hier herrscht ein fast mediterranes Klima, indem selbst Feigen und Kiwis gut gedeihen. Das Weingut hat 2015 seinen kompletten Betrieb auf den ökologischen Weinbau umgestellt. Damit erreichte Porzelt eine Qualitätssteigerung seiner Weine. Und das schmeckt man.

Den Wein, den ich hier probiert habe, stammt aus dem Jahr 2019 und ist natürlich EU-Bio zertifiziert. Es handelte sich um einen Rosé aus der Traubensorte Portugieser. Seine blassrosa Farbe versprach einen leichten Sommerwein. Der Duft nach Himbeeren machte Lust auf den ersten Schluck. Der war dann auch wirklich leicht und aromatisch. Die Himbeeren schmeckten wir – ja meine Frau hat sich ebenfalls ein Glas gegönnt – genau heraus. Auffällig war die angenehm ausbalancierte Säure. Er schmeckte dadurch weder trocken noch halbtrocken, sondern platzierte sich genau in der Mitte. Außerdem verabschiedete er sich aus dem Mund ohne viel Aufsehen, was sofort Lust auf den zweiten Schluck machte.

Zu unserer nächsten Sommerparty – wenn sie dann wieder erlaubt sind – werden wir diesen Wein todsicher einladen.

Bestellmöglichkeit

Einen Online-Shop gibt es auf der sehr informativen Webseite des Weingutes nicht. Sie können sich allerdings eine Liste der Weine als PDF herunterladen. Bestellungen sind per Telefon oder via Mail möglich. Die Versandkosten setzen sich aus 7 Euro pro Packeinheit (6 oder 12 Flaschen pro Einheit) plus Versandgebühr der DHL zusammen. Ab 72 Flaschen ist der Versand zur deutschen Lieferadresse gratis.

Die Webseite des Weinguts Porzelt haben wir hier verlinkt.

Weingut Klundt mit weißem Burgunder

Das Weingut Klundt blickt auf eine lange Winzertradition zurück, denn erste Wein-Aktivitäten der Familie fanden bereits im 16. Jahrhundert statt. Heute besitzen die Klundts über 21 ha Weinberge bei Landau in der südlichen Pfalz. Dabei setzt die Familie schon seit über 30 Jahren auf nachhaltig-umweltschonende Weinbergsbewirtschaftung, einfach weil auf anderem Weg keine Spitzenweine möglich sind. Und wie spitze diese Weine sind, sollte ich zum Mittag am letzten Wochenende herausfinden.

Probieren konnten wir – ja meine Frau war auch hier dabei, denn den Wein gönnten wir uns zum Mittag – einen weißen Burgunder aus dem Jahr 2018. Er gehört zur Obsession-Linie des Weinguts, in der nur „handverlesene, sehr reife Trauben von hervorragenden Standorten“ verwendet werden.

Schon beim Einschenken ins Glas verströmte der Wein ein angenehm, kraftvolles Bouquet was ich angesichts seiner hellen Farbe nicht erwartet hätte. Beim ersten Schluck spielte die Säure angenehm kribbelnd mit der Zunge. Im ersten Ansatz schmeckten meine Frau und ich leichte Zitrusnoten und einen Hauch von Apfel. Richtig interessant wurde der Wein aber im Abgang, denn eine leichte Champignon-Note begleitete ihn. Wobei meine Frau meinte, er wäre eher nussig. Jedenfalls passte er hervorragend zu unserem Mittagessen, auch wenn darin weder Champignons noch Nüsse waren.

Direkt über die Webseite ordern

Die traurige Nachricht zuerst: Der Obsession Weißer Burgunder von 2018 lässt sich nicht mehr beim Weingut ordern. Er ist ausgetrunken. Doch keine Sorge der 2019er Jahrgang ist schon im Anmarsch. Er wird in ein paar Wochen verfügbar sein. Und angesichts der hervorragenden Qualität, gehe ich davon aus, dass auch die anderen Weine großartiges leisten. Dazu einfach auf der Startseite der Webseite das Bestellformular herunterladen. (Die PDF lässt sich im Browser ausfüllen.) Dann abschicken und den Wein genießen. Das Weingut versendet innerhalb Deutschlands ab einer Bestellung von 12 Flaschen ohne Lieferkosten.

Zur Webseite vom Weingut Klundt.

Mehr Wein in ein paar Wochen

Soweit meine kleine Weinreise für dieses Mal. Tatsächlich habe ich weitere Gaumenkitzler auf Lager, die ich auch unbedingt noch entdecken möchte. Allerdings rechne ich damit, dass spätestens Mitte Juni die Grenze geöffnet wird. Da werden wir hier bei MyPaketshop viel zu tun haben. Deshalb kann ich jetzt noch nicht genau sagen, wann ich dazu komme, Ihnen die nächsten Wein-Leckereien vorzustellen. Ich bleibe aber am Ball – nein – am Glas.


Vorschau auf nächsten Dienstag

Nächste Woche Dienstag wird es hier im Blog um den deutschen Zoll gehen, denn der stempelt wieder. Damit können Sie sich wie vor Corona die deutsche Mehrwertsteuer-Rückerstattung zurückholen.