Informieren in bester Absicht und dann das – ein Statement nicht nur für Geimpfte

Wir informieren unsere Kund*innen per Mail über neue Lockerungen an der Grenze. Daraufhin werden wir als Faschisten und Ähnliches beschimpft. Was war geschehen? Zusammenfassung und Statement.

In diesen Zeiten müssen wir informieren

Seit Beginn von Corona im letzten Frühjahr, verändern sich ständig die Massnahmen gegen die Krankheit. Erst schlossen die Grenzen, dann wurden sie im letzten Sommer wieder geöffnet. Im Herbst gab es dann Einreisebeschränkungen. Die enthielten sehr viele Ausnahmen und verschiedene Quarantäneregeln. Es wurde sehr unübersichtlich. Und die Verwirrung bei unseren Kund*innen nahm zu. Viele Fragen kamen auf:

  • “Wer darf denn einreisen und wer nicht?”
  • “Welche Papiere brauche ich für die Einreise?”
  • “Wie lange darf ich einreisen?”

Wir wollen unsere Kund*innen unterstützen

Selbst wir als Profis für Grenzfragen fanden und finden uns manchmal nur schwer im Dschungel der vielen Corona-Verordnungen zurecht. Wie muss es da erst unseren Kund*innen gehen?

Deshalb veröffentlichen wir seit Beginn der COVID-19-Pandemie unseren Newsticker. Der fasst aktuelle Regeln zusammen. Dabei legen wir grossen Wert auf Verständlichkeit und Kürze. Wer hat schon Zeit, lange Behördentexte zu lesen?

Wenn es sehr wichtig ist: E-Mail an alle Kund*innen

Manche Informationen halten wir allerdings für sehr wichtig. Dann senden wir allen Kund*innen eine E-Mail mit diesen Informationen.

Die meisten unserer Kund*innen wissen diesen Service zu schätzen. Aber bei unserer letzten Informationsmail kam es zu teilweise unglaublich bösartigen Reaktionen.

Was war geschehen?

Am 17. April änderte die Landesregierung von Baden-Württemberg ihre Einreiseverordnung. Sie fügte eine neue Ausnahme hinzu. Eigentlich müssen alle Personen für 14 Tage in Quarantäne, wenn sie aus einem Risikogebiet wie der Schweiz einreisen. Doch es gibt diverse Ausnahmen etwa für Verwandtenbesuche oder einen medizinischen Notfall. (Mehr Informationen zu den Ausnahmen)

Seit dem 19. April dürfen nun auch vollständig geimpfte Personen die Grenze ohne Einschränkungen überqueren. Das ist eigentlich eine gute Nachricht für unsere Kund*innen. Immerhin erhielten wir täglich Anfragen, ob Geimpfte die Grenze ohne Quarantäne passieren dürfen.

Darüber informierten wir per Mail. Aber was dann passierte machte uns sprachlos.

Beschimpfungen, Faschismus-Vergleiche und mehr

So erhielten wir beispielsweise folgende Nachrichten.

Beispiel 1

Beispiel 2

Beispiel 3

Es gab noch deutlich schlimmere Nachrichten. Aber wir wollen diesen Hetzern keine Bühne bieten und stellen deshalb diese Nachrichten bewusst nicht ein.

Auf jeden Fall glaubten wir gute Nachrichten zu verbreiten, aber sie wurden offensichtlich ganz anders aufgefasst.

War es unsere Schuld?

Was wohl missverständlich in unserer Nachricht war, sie enthielt folgenden Abschnitt (blaue Markierung):

Der markierte Abschnitt wurde vielleicht von einigen Kund*innen falsch aufgefasst. Sie glaubten, MyPaketshop würde nur noch geimpfte Personen als Kund*innen zulassen und Impfnachweise verlangen. Was natürlich absoluter Quatsch ist.

Wir sendeten daraufhin eine Klarstellung

Allerdings bekamen wir auch auf unsere Klarstellung hin beleidigende Nachrichten. Das zeigte uns, wir wurden nicht missverstanden. Diese Kund*innen reagierten sich auf Basis unserer Nachricht an uns ab. Sie verloren sich dabei in unangebrachte und verletzende Aussagen.

MyPaketshop-Inhaber Simon Kühn zu den Beschimpfungen durch einige Kund*innen:

„Ich kann die Wut einiger Kund*innen zum Teil nachvollziehen. Immerhin ist die deutsche Regierung selbst nach einem Jahr nicht in der Lage, vernünftig mit der Corona-Pandemie umzugehen. Das zerrt an den Nerven und Reserven von uns allen.

Allerdings sind wir definitiv die falschen Adressaten für diese Wut. Außerdem lehnen wir es ab – bei aller Emotionalität – beschimpft und beleidigt zu werden. Hier bei MyPaketshop arbeiten Menschen und diese sind keine Abfalleimer für den Seelenmüll anderer Personen. Das möchte ich in aller Deutlichkeit klarstellen.

Angebrachte und vernünftig vorgetragene Kritik ist meinen Mitarbeiter*innen und mir hingegen willkommen. Denn es ist uns wirklich wichtig, im Sinne unserer Kund*innen immer besser zu werden.“

Simon Kühn


Und nächste Woche im Blog:

Es häufen sich Meldungen zu SMS, in denen es um angebliche Sendungsinformationen von Bestellungen geht. Wir erläutern, was hinter diesen Fake-SMS steckt und wie Sie sich schützen.

PS: Den für heute angekündigten Beitrag zum Umwelt-schonenden Bestellen bei ebay verschieben wir.