Körper-Scanner - Zukunfts-Shopping

Amazon zahlt 25 Dollar für Ihren Körper – Shoppen in der Zukunft

Wie sieht die Zukunft des Internetshoppings aus? Versandriese Amazon testet jetzt schon interessante Konzepte, dabei spielt Ihr eigener Körper eine wichtige Rolle. Der ist für Amazon 25 US-Dollar wert.

Wie shoppen wir in 5 oder 10 Jahren? Amazon und andere Firmen probieren die Zukunft bereits heute aus. Deshalb können wir einen interessanten Ausblick gewähren, wie Sie vielleicht bald im Internet einkaufen werden.

1. Heute schon Realität – Shopping via AR und VR

Kurz erklärt:

Was ist AR?

AR ist die Abkürzung für Augmented Reality, also erweiterte Realität. Dabei vermischen sich reale Welt und die Welt aus dem Computer. Das bekannteste Beispiel für AR ist das Spiel Pokémon GO. Hier können Sie virtuelle Monster in der realen Welt suchen und fangen.

Um Augmented Reality zu nutzen, brauchen Sie ein Smartphone oder Tablet. Es wird außerdem von Microsoft, Magic Leap, Apple und anderen Unternehmen an AR-Brillen gearbeitet. Bei diesen erscheinen virtuelle Bilder im Brillenglas. Für den Brillenträger verschmelzen dann reale und virtuelle Welten. Allerdings ist der Stand der Technik noch ein gutes Stück von einer alltagstauglichen AR-Brille entfernt.

Die AR-Brille Hololens von Microsoft

Interessant: Es gibt sogar AR-Brillen für die Ohren, etwa die Frames von Bose.

Was ist VR?

VR steht für Virtual Reality. Damit ist eine Realität gemeint, die zu 100 Prozent aus dem Computer stammt. Um in die virtuelle Realität abzutauchen, benötigen Sie eine VR-Brille. Hier gibt es schon sehr ausgereifte Modelle wie die HTC Vive, die Oculus Quest oder die Playstation VR. Sie ermöglichen es, tatsächlich in computergenerierte Welten abzutauchen.

„Beat Saber“ ist das erfolgreichste VR-Spiel des Jahres 2018 und wohl auch 2019. Im Spiel zerschlagen Sie Blöcke mit Lichtschwertern im Rhythmus der Musik. Viel Spaß und hoher Kalorienverbrauch sind dabei garantiert.

In einer sehr rudimentären Form erleben Sie VR auch mit dem Smartphone. Dazu benötigen Sie eine Smartphone-VR-Brille.

AR-Shopping mit Smartphone

Produkte sofort in Ihrem zu Hause studieren, ohne sie zu bestellen? Das geht mit Smartphone und der richtigen App.

Ikea-Place – Möbel testen, ohne zu kaufen

Mit der App Ikea-Place holen Sie Ikea-Möbel in ihr zu Hause. Sie müssen nicht mehr messen, ob die Couch in die Ecke passt oder wie der neue Sessel sich farblich im Wohnzimmer macht. Sie wählen nur das Möbelstück im Smartphone aus und können es in Ihrem Wohnzimmer betrachten.

Die Ikea-Place App gibt es für Android und iOS.

Porsche AR Visualizer – Sportwagen im Wohnzimmer

Selbst wer sich keinen Porsche kaufen will, kann ihn zumindest einmal virtuell in seine Einfahrt stellen und das Auto aus allen Perspektiven und in allen Details betrachten. Und wer das Auto lieber im Wohnzimmer haben möchte, der kann das mit der App Porsche AR Visualizer ebenfalls tun. Die können Sie für Ihr Android-Smartphone oder iPhone herunterladen.

Luxus-Uhr am Handgelenk

Leider funktionieren die bisher genannten Apps nur mit sehr aktuellen Smartphones. Es gibt aber Apps, die mit allen Modellen funktionieren, wie etwa AR-Watches. Hier sehen Sie sich edle Uhren direkt an Ihrem Arm an und können so schon zu Hause entscheiden, ob sich der Kauf lohnt.

So verwenden Sie die App AR-Watches:

1. App installieren

App-Foto Google Play Store

Die App gibt es für Android genauso wie für iOS. (Bild: Screenshot Google Play)

2. PDF ausdrucken

PDF mit Marker für App

In der App finden Sie eine PDF, die Sie nur ausdrucken müssen. Sie können die Seite auch hier herunterladen. (Bild: MyPaketshop)

3. Armband ausschneiden

PDF ausgeschnitten

Nun heißt es die Schere geschwungen und die Uhr-Vorlage ausgeschnitten. (Bild: MyPaketshop)

4. Ums Handgelenk legen

Armband der App fixiert

Nun legen Sie die „Uhr“ um das Handgelenk. Empfehlenswert ist es, die Enden mit einer Büroklemme zu fixieren. (Bild: MyPaketshop)

5. Nur ein Papierstreifen

Tracking-Marker

So sieht die „Uhr“ in der Realität aus. (Bild: MyPaketshop)

5. App öffnen und Uhr auswählen

App in Aktion

Öffnen Sie die AR-Watches App und wählen das gewünschte Uhren-Modell aus. (Bild: Screenshot AR-Watches)

6. Uhr bestaunen

Goldene, virtuelle Uhr

Und so sieht die virtuelle Uhr an Ihrem Handgelenk aus, wenn Sie durch Ihr Smartphone schauen. Sie können den Blickwinkel beliebig verändern, nah rangehen oder alles aus der Ferne betrachten. (Bild: MyPaketshop)

Zugegeben Möbel, Sportwagen und Uhren sind erst ein kleiner Schritt. Aber es ist ziemlich sicher, dass Sie auch bald ganz andere Produkte in AR zu Hause vor dem Kauf testen können. Mehr dazu unter „3. Eigener Körper als virtuelle Kleiderpuppe“.

Shopping mit der VR-Brille

Beim Shopping via VR-Brille tauchen Sie vollkommen in die Einkaufswelt ein. Sie sehen sich frei um und bekommen so einen sehr realistischen Eindruck, wie das Produkt aussieht, ohne es in der Hand haben zu müssen.

Heute schon in Reisebüros und bei Architekten

Häufig zur Anwendung kommt VR bereits bei Architekten, Küchenplanern oder in Reisebüros. So erleben Sie Ihre Küche oder Ihr Haus, bevor es überhaupt gebaut wurde oder Sie sehen sich virtuell das Kreuzfahrtschiff an, um dann zu entscheiden, ob Sie es buchen.

Ein Reiseveranstalter in der Schweiz, der einen VR-Service anbietet, ist etwa kontiki. Hotelplan-Suisse hat seine 2017 gestarteten VR-Angebote inzwischen wieder eingestellt.

Die virtuelle Planung eines Bades macht es einfach, mögliche Fehler schon vor Baubeginn zu finden.

Amazon testet virtuelle Shopping-Mals

In 10 Städten der USA testete Amazon virtuelle Shopping-Mals zum Prime Day 2018. Die Kunden landeten mit einem Heißluftballon in einer Einkaufswelt und konnten sich Produkte wie im Laden ansehen. Gerade für Menschen, die in abgelegenen Gegenden wohnen oder die einfach keine Lust auf Parkplatzsuche und Menschenmassen haben, eine echte Alternative zum Samstagsshopping-Stress. Außerdem können Sie eine virtuelle Shopping-Mal zu jeder Tageszeit besuchen.

Mit der Verbreitung von VR-Brillen wird ganz sicher das Angebot an virtuellen Einkaufswelten zunehmen.

2. Lieferung per Drohne und Roboter

DHL, Amazon und andere Anbieter testen es bereits seit Längerem: Lieferungen per Drohne. Dabei geht es aktuell vorwiegend um die Belieferung von schwer zugänglichen Gegenden. Wenn aber die Technik stimmt und entsprechende Luftfahrtgesetze verabschiedet sind, dann wird wohl auch in den Städten die Lieferung per Drohne erfolgen.

Mit Robotern experimentiert Amazon ebenfalls, wie dieses Video zeigt.

Aber selbst wenn Drohnen und Roboter die Pakete bringen, werden dadurch die nationalen Grenzen und Zollbestimmungen nicht verschwinden. Die deutsche Lieferadresse von MyPaketshop wird also auch in Zukunft sehr wichtig sein.

 

3. Eigener Körper als virtuelle Kleiderpuppe

Hosen, Kleider, T-Shirts und Schuhe sind die Produkte, die am meisten im Internet bestellt werden und auch am häufigsten zurückgesendet. Kein Wunder, denn bei den Models auf den Fotos sehen sogar Säcke wie stylishe Klamotten aus. Wie aber Bluse, Hemd und Co. an Ihrem Körper aussehen, das erahnen Sie maximal. Um genau das zu ändern, führt Amazon in New York zurzeit die Real World Image Study durch.

Screenshot der Studienseite

Dieser Screenshot zeigt die Infoseite, auf welcher Amazon TeilnehmerInnen für die Studie sucht. (Bild: Screenshot amazonbodylabs.eu)

Der Versandriese sucht dazu Probanden, die ihren Körper mit normaler Kleidung und mit eng anliegender Funktionskleidung einscannen lassen. Auf Basis dieser Daten kann Amazon verschiedene Körpertypen erstellen und beispielsweise Kleidung virtuell anpassen.

Ein zukünftiges Szenario wäre etwa, dass Sie entweder im Internet einen Avatar passend zu Ihrem Körpertyp gestalten oder in einem Geschäft Ihren Körper einscannen lassen. Auf Basis dieser Daten probieren Sie dann rein virtuell Kleidung an und sehen sofort, ob diese wirklich zu Ihnen passt. Das Ganze läuft dann sicherlich als AR-App oder in der virtuellen Realität.

Übrigens bekommen die Teilnehmer der Studie einen Amazon-Gutschein im Wert von 25 Dollar.

Virtuelles Shopping wird die Zukunft sein

Unser kurzer Überblick zeigt, die Zukunft des Internetshoppings wird die reale und virtuelle Welt weiter miteinander verschmelzen. Schon heute können Sie Möbel, Uhren oder Autos in Ihre Wohnung stellen, ohne sie zu kaufen. Sie brauchen nur eine App und ein Smartphone.

In Zukunft wird dann Ihr Körper auch als 3D-Scan im Netz existieren. Sie probieren Kleider, Schuhe oder Hüte an, ohne sie in der Hand zu halten. Das macht nicht nur das Online-Shopping interessanter, sondern wird auch Rücksendungen reduzieren.

Lieferungen per Drohne oder Roboter werden ebenfalls zum Alltag gehören. Wobei Ihre deutsche Lieferadresse auch dann noch wichtig ist, denn Staatengrenzen verschwinden dadurch nicht.

Wenn Sie also noch keine MyPaketshop-Adresse haben, dann registrieren Sie sich schnell – egal ob für das Internetshopping der Gegenwart oder der Zukunft.