KUndenmeinungen zur Bagatellgrenze

Das denken unsere Kunden über die Bagatellgrenze zur Rückerstattung der Mehrwertsteuer

Wir haben Sie gefragt und Sie haben geantwortet. Es geht um die Pläne des deutschen Finanzministers, eine Bagatellgrenze für die Rückerstattung der Mehrwertsteuer einzuführen. Die interessantesten Kundenmeinungen haben wir für Sie zusammengestellt.

Bagatellgrenze Mehrwertsteuerrückerstattung: Um was geht es?

Am 24. April berichteten wir, dass der deutsche Finanzminister Olaf Scholz plant, eine Bagatellgrenze für die Mehrwertsteuerrückerstattung einzuführen. Das bedeutet für Schweizer, bis zu einem Betrag von 175 Euro bekommen sie die Mehrwertsteuer nicht zurück. Erst wenn der Wert der Waren, die in EINEM Geschäft gekauft oder bei EINEM Online-Shop bestellt wurden, höher ist als 175 Euro, lässt sich die Mehrwertsteuer zurückerstatten. Der Hintergrund für diese Pläne ist einfach: Der deutsche Zoll soll dadurch entlastet werden.

Wir haben gefragt und Sie haben geantwortet

Wir haben Sie in unseren „Zollfrei-News“ vom April 2019 (hier abonnieren) und auf Facebook gefragt, was Sie von dieser Bagatellgrenze halten. Sie haben fleißig geantwortet. Dafür möchten wir Ihnen danken. Die interessantesten Meinungen wollen wir nun hier vorstellen.

Ihre Meinungen:

Hanspeter K. hat eine knappe und sehr treffende Meinung zur Bagatellgrenze. Er schrieb uns:

Die umliegenden Warenhäuser an der Deutsch-Schweizer Grenze werden mit hohen Einbussen rechnen müssen.

 

Roman J. will vor allem die Zusatzkosten bedacht wissen, die mit einem Einkauf in Deutschland verbunden sind. Ohne die Mehrwertsteuerrückerstattung lohnt es sich für ihn kaum, dort einzukaufen.

Ich kann mir vorstellen, dass durch diese Beeinträchtigung der Schweizer Käufer viele nicht mehr in Deutschland einkaufen werden. Ich würde es mir jedenfalls sehr gut überlegen. Trotz des billigeren Einkaufwertes muss man als Schweizer natürlich auch noch die Benzinkosten der Fahrt dazu rechnen, und wenn man dann die Mehrwertsteuer nicht mehr zurückerhält, lohnt sich die Fahrt nicht mehr.

 

Robert W. ist anderer Meinung. Er hält die Bagatellgrenze für eine längst überfällige Idee, allerdings nicht in der gedachten Höhe.

Eine Bagatellgrenze ist längst überfällig, aber dafür kann der Schweizer Konsument nichts. Wenn er jedoch mit Zetteln von einigen Euros die MwSt. zurück verlangt, gibt es nicht nur für den Zöllner Mehrarbeit. Der Betrag von 175 Euro ist aber hoch. Klar, es würde mehr Geld in die Staatskasse fliessen, aber wohl auch für (beträchtliche) Umsatzeinbussen entlang der Grenze führen. Es ist das typische Vorgehen eines Politikers, eine hohe Forderung zu stellen, so kommt eine Diskussion in Gange. Am Ende einigt man sich dann auf eine Bagatellgrenze zwischen 50 und 100 Euro.

 

Cyrill M. glaubt nicht, dass ein Mindestbetrag für die Rückerstattung der Mehrwertsteuer eine Wirkung hätte.

Eine Grenze von 175 Euro wird kaum was bringen. Die meisten Leute kaufen eh für mehr ein. Was ich nicht verstehe ist, dass diese App so schwierig und teuer ist zu programmieren.

 

Tosca G. ist einer Bagatellgrenze ebenfalls nicht abgeneigt, sieht diese aber doch im zweistelligen Bereich.

Dadurch werden Arbeitsplätze gefährdet. Jedoch eine Grenze mit 50 Euro würde ich verstehen. Manche stempeln schon für 1 Euro ab. Finde ich unsinnig.

 

Romy M. betrachtet die Bagatellgrenze als unkritisch. Sie schreibt:

Da hab ich absolut nichts dagegen. Die Preise sind für viele Artikel eh in DE günstiger als in der Schweiz, man muss ja nicht unbedingt doppelt profitieren.

 

Urs F. schwankt zwischen zwei Seiten einer Medaille.

Ich bin zwiegespalten. Auf der einen Seite sehe ich, welche Massen sich gerade am Wochenende durch die deutschen Städte entlang der Grenze wälzen. Vielleicht hilft eine Bagatellgrenze die Infrastruktur zu entlasten. Aber dann denke ich, dass die Händler in den Städten sicher darunter leiden werden, wenn viele Kunden weg bleiben.

 

Und natürlich haben auch wir von MyPaketshop eine Meinung zum Thema:

Wir erachten eine Bagatellgrenze als Gift für den regionalen Handel vor Ort. Sicherlich, die Schlangen am Zoll – gerade an den Wochenenden – sind kein freudiges Ereignis. Es muss aber größer gedacht werden. Der Region Hochrhein-Bodensee würde durch die Einführung einer Bagatellgrenze ein empfindlicher Schaden entstehen. Außerdem ist es lächerlich, dass es eine Regierungsbehörde nicht schafft, den Prozess der Zollabwicklung zu digitalisieren. Eine funktionierende App würde nämlich die ganze Diskussion um eine Bagatellgrenze überflüssig machen und den Zoll noch mehr als diese entlasten.

 

Und Sie? Wollen Sie auch noch Ihren Standpunkt hier wiederfinden? Dann schreiben Sie uns:

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